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Freie-Szene.de: Kultur-Lexikon

was ist was?









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a capella
Ablauforganisation
Access-Provider
Acid (House)
Administrator
Adressenpool
Agent
Agent / Agentur
Akkord
Akrobatik
Akustik-Blues
aleatorisch
Alte Musik
Alternativkultur
Amateurtheater
Anstalt des öffentlichen Rechts
AOL
Applet
Arbeitsmarktfaktor Kultur
Archie
Art Consulting
ARTE
Artothek
Art-Rock
Atonalität
Attachment
Aufbauorganisation
Auftragsproduktion
Ausfallgarantie
Ausländersteuer
Ausschuss für Kultur und Medien
Avantgarde


a capella Mehrstimmiger Gesang (Chor oder solistisch) ohne Instrumentalbegleitung. 
Ablauforganisation Organisation eines Produktionsprozeßes unter zeitlichen und arbeitsorganisatorischen Gesichtspunkten. Die Ablauforganisation vereinigt folgende Steuerungshandlungen: (1) die Gliederung eines Produktionsprozesses in einzelne, überschaubare und ‚handhabbare' Arbeitsschritte; (2) die Abfolge der Arbeitsschritte in einem zeitlichen Rahmen und in einer sinnvollen Reihenfolge; (3) die Verknüpfung von Arbeitsschritten, soweit dies für den Gesamtprozess notwendig ist; (4) die Berücksichtigung der personellen und räumlichen Komponente.Die Ablauforganisation ist die Basis jeder Organisation und zwar sowohl im Hinblick auf den Einsatz von Ressourcen als auch mit Blick auf die Organisation des Betriebes (siehe auch "Aufbauorganisation"). Gerade im Kulturmanagement, wo es fast immer darauf ankommt, auf einen vorgegebenen Termin hinzuarbeiten (z.B. Konzert, Theateraufführung) ist die sichere Handhabung der Ablaufplanung unverzichtbar.Folgende Techniken der Ablauforganisation bieten sich für ein Kulturmanagement an: (siehe auch): "Checkliste", Balkendiagramm, Meilenstein-Planung und Netzplantechnik. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Access-Provider Netzbetreiber, der den bloßen Zugang zum Internet vermittelt und keine eigenen oder fremden Inhalte anbietet.
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Acid (House) 1986/87 in Anlehnung an die Chicagoer (siehe auch:) "House Music" in einigen Londoner Diskotheken entstandener Musik- und Tanzkult, der aus dem Diskothekerlebnis eine regelrechte Tanzekstase zu machen suchte. Die Basis bildete dafür ähnlich wie bei der amerikanischen House Music die Praxis der Discjockeys, vorliegende Plattenveröffentlichungen zu komplexen Dance-Mix-Versionen zusammenzufahren. Ausgangsmaterial dieser Musikmixturen sind hier in der Regel allerdings nur je zwei Songs aus dem gängigen Diskotheken-Repertoire, aus denen durch Überblendungen, Scratching und elektronische Manipulationen ein Rhythmusteppich hergestellt ist, der durch eine live dazu agierende Perkussionsgruppe noch eine zusätzliche Dimension erhält. So wird es möglich, die rhythmische Intensität entsprechend der Situation kontinuierlich zu steigern, was die Tänzer schließlich buchstäblich in Ekstase versetzt. Das "Acid" in der Bezeichnung verweist auf die hier verbreitete Verstärkung dieses Effekts durch Rauschmittel und Drogen (LSD und XTC). Die Grenzen zum siehe "Techno sind gerade bei dieser Spielart der House Music ausgesprochen fließend. (zitiert nach Wicke/Ziegenrücker "Handbuch der populären Musik") 
Administrator Systemverwalter eines Netzwerkes.
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Adressenpool Begriff aus dem Database-Marketing. Man versteht darunter eine systematische, vollständige und überschneidungsfreie Zusammenfassung aller relevanten Adressengruppen. Eine Adressengruppe umfasst wiederum die Adressen einer bestimmten Zielgruppe. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Agent Programm, das einen Auftrag annimmt und diesen selbständig ausführt, zum Teil deswegen auch autonomous agents genannt. Siehe auch "Bots".
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Agent / Agentur Im Kunst- und Kulturbetrieb ist der Agent ein selbstständig arbeitender Unternehmer, der einzelne Künstler, Autoren, Ensembles usw. unter Vertrag hat und diese an Bühnen, Verlage, Konzertunternehmen oder sonstige Veranstalter vermittelt. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Akkord ist der Zusammenklang von mindestens drei verschiedenen Tönen. Die terminologische Gleichsetzung von Akkord und Klang (Riemann, Kurth) gilt heute ebenso wie Stumpfs Beschränkung von Konsonanz und Dißonanz auf Zweiklänge. Der Charakter des Akkords wird durch die Anzahl der zusammenklingenden Töne, durch ihre Lage und Verteilung im Tonraum ("enge" und "weite" Lage) und durch eine spezifische Akkordfarbe bestimmt, die sich dem Erleben als Einheit und Ganzheit mitteilt und nicht etwa die Summe von Intervallfarben darstellt. Hier beginnt freilich auch die psychologische Überinterpretation, die mit scharfsinnigen Analysen festhalten möchte, was man auch ohne sie weiß: daß etwa der Dur-Dreiklang als hell, der moll-Dreiklang als dunkel erscheint.
Quelle: "Vom Innen und Außen der Klänge - die Hörgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts", swr2 1999-2002 
Akrobatik  
Akustik-Blues "Akustik" bezeichnet Instrumente, die nicht elektrisch verstärkt sind, also im Naturklang gespielt werden (also Gegenbegriff zu E-Gitarre, E-Piano usw.). Hier bezieht es sich auf die Musikrichtung siehe "Blues. 
aleatorisch [von lat. alea, der Würfel, also Würfelmusik] ist ein musiktheoretisch kaum gesicherter Begriff, der zu manchen Verwechslungen geführt hat und von dem heute nicht mehr korrigierbaren Missverständnis lebt, es wurden damit musikalische Zufallsformen bezeichnet. Schematisch lassen sich drei Grundprinzipien unterscheiden, die in der Praxis allerdings kaum in reiner Form auftreten, sondern gleichwohl vermischt und übereinanderprojiziert erscheinen. Da sind zunächst einmal zwei Verfahren zu nennen, die gegenwärtig pauschal mit dem Oberbegriff "Aleatorik" zusammengefasst werden. Beim ersten gibt der Komponist den Verlauf des Stückes, also seine Form und Dauer, verbindlich vor und überlässt die Gestaltung der Details im Inneren den Interpreten. Beim zweiten Verfahren werden die Einzelheiten genau fixiert, hingegen legt der Interpret die Anordnung der Formteile fest. Das dritte Verfahren schließlich ist in seiner konsequentesten Ausrichtung an einen Komponisten gebunden: John Cage. Während die erstgenannten Verfahren noch der herkömmlichen Vorstellung von "Komposition" genügen, versteht Cage alle verfügbaren Klänge als Musik. Cages Mobilitätsbegriff ist umfassender. Er besteht auf der konsequenten Anerkennung von Zufallsoperationen, so daß, je nach Grad der Unbestimmtheit, prinzipiell alle musikalischen Parameter und Aufführungsmodalitäten unbestimmt bleiben können.
Quelle: "Vom Innen und Außen der Klänge - die Hörgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts", swr2 1999-2002 
Alte Musik  
Alternativkultur Ausgehend von neu entwickelten Kulturformen im Rahmen der Studentenbewegung von 1968/69 entwickelte sich in den siebziger Jahren eine lebendige sog. Alternativkultur, die sich in erster Linie als Alternative zur herkömmlichen Kultur verstand. Viele der praktischen Ansätze floßen seit Beginn der siebziger Jahre in die theoretischen Konzeptionen der (siehe auch:) "Soziokultur" und die praktische Arbeit der (siehe auch:) "soziokulturellen Zentren". Mit dem Erfolg und der kulturpolitischen Anerkennung der Soziokultur im Rahmen der sog. Neuen Kulturpolitik, nicht zuletzt aber durch einen gesamtgesellschaftlichen Wertewandel und dem Einzug des politischen Teils der Alternativen in die Parlamente (Bündnis 90/Die Grünen) verlor die Alternativkultur zunehmend ihren alternativen Charakter als eine der offiziellen Kultur- und Gesellschaftspolitik entgegengesetzte Bewegung. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Amateurtheater Amateurtheater sind nicht-professionelle Theater, deren Arbeit von Laien getragen und ehrenamtlich geleistet wird. Sie sind zumeist in der Rechtsform des (siehe auch:) "Vereins" organisiert. Der Verband dieser Vereine ist der "Bund Deutscher Amateurtheater" (BDAT: www.bdat-online.de) (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Anstalt des öffentlichen Rechts Die Anstalt des öffentlichen Rechts ist eine Verwaltungseinrichtung, die der Erfüllung bestimmter öffentlicher Aufgaben dient. Sie ist kein Personenverband, sondern ein zur Rechtsperson des öffentlichen Rechts erhobener Bestand von sächlichen und persönlichen Verwaltungsmitteln, welcher in der Hand eines Trägers öffentlicher Verwaltungen einem besonderen Zweck dauernd zu dienen bestimmt ist. Zu unterscheiden sind (1) rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten) und (2) nicht-rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Bibliotheken, Theater). Nicht-rechtsfähige Anstalten sind Teil der Staatlichen bzw. kommunalen Organisation und damit nicht selbst Träger von Rechten und Pflichten. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
AOL America Online; größter privater Online-Service in den USA.
Quelle: Redaktion (Theo Enders)  
Applet Kleines Anwenderprogramm (meist in der Programmiersprache JAVA), das via Internet auf den PC des Internet ? Users geladen und dort ausgeführt wird.
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Arbeitsmarktfaktor Kultur Als Mitte der achtziger Jahre Kultur als (siehe auch:) "Wirtschaftsfaktor" entdeckt wurde, zeigte sich auch sehr deutlich, daß die (siehe auch:) "Kulturwirtschaft" in ihrer Gesamtheit in nicht unerheblichem Umfang Arbeitsplätze bereit stellt. Die erste umfassende Untersuchung des Ifo-Instituts von 1988 konnte nachweisen, dass 1984 der Anteil des Kunst- und Kulturbereichs am Arbeitsplätzepotential in West-Deutschland 2,7% betrug. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kulturwirtschaft zu den expandierenden Arbeitsmärkten zu rechnen ist, dass dieser Bereich aber auch in sehr hohem Maße von den Rahmenbedingungen abhängig ist. Dazu zählen nicht nur die aktuelle Wirtschaftskonjunktur, sondern auch kultur- und künstlerfreundliche Regelungen im Urheberrecht, Steuerrecht und im Arbeits- und Sozialrecht. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Archie Hilfsprogramm, das ein automatisiertes Auffinden von Dateien in FTP-Servern ermöglicht.
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Art Consulting Beratung von Wirtschaftsunternehmen in kulturellen Fragen. Die Beratung bezieht sich (1) auf Kunstankäufe des Unternehmens, auch zum Zweck der Vermögensanlage, (2) auf den Aufbau und die Pflege unternehmenseigener Kunstsammlungen, beispielsweise auch in der Form von Ausstelllungen sowie (3) auf die Entwicklung und Umsetzung eines Kultursponsoring-Konzepts. Art consulting bildet damit eine wichtige Vermittlerposition zwischen Kultur und Wirtschaft. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
ARTE Association relative siehe "la télévision européenne - europäisches Fernsehen betreffende Vereinigung ; Europäischer Kulturkanal, der in deutsch-französischer Kooperation produziert wird und seinen Sitz in Straßburg und Baden-Baden hat. 
Artothek Artotheken sind (analog zu Bibliotheken, die Bücher ausleihen) Ausleihstellen für Graphiken und andere Kunstwerke, die meist von Kommunalen Galerien oder von Kunstvereinen betrieben werden. 
Art-Rock In der ersten Hälfte der siebziger Jahre vor allem in Großbritannien verbreitete Spielart der siehe "Rockmusik, in der ein Kunstverständnis durchzusetzen versucht wurde, das an den Normen des bürgerlichen Kunstwerkbegriffs aus dem 19. Jh. orientiert war. Instrumentale Großformen nach Art der sinfonischen Dichtung, der Sinfonie, der Suite, des Oratoriums, Zitate bzw. Stilzitate aus der Musik des 18. und 19. Jh., die Übernahme musikalischer Techniken aus dieser Musik wie Kontrapunktik, motivisch-thematische Arbeit und nicht selten Begleitung durch großes Sinfonieorchester kennzeichneten diese Tendenz innerhalb der Entwicklung des Rock. Ausgangspunkt dafür war ein gewachsenes Selbstbewusstsein vieler Rockmusiker, aus dem heraus sie ihre Musik als "Kunst" zu begreifen begannen. Doch lag dem Ganzen ein fundamentales Missverständnis zugrunde. Das, was die betreffenden Musiker und Gruppen unter Kunst verstanden und woran sich ihr Verständnis von Rockmusik als Kunstform orientierte, war von der Praxis des bürgerlichen Konzertbetriebs abgeleitet und damit auf die Musikanschauung des 19. Jh. ausgerichtet. Die Konsequenz war eine Entwicklung weg von den sozialen und musikalischen Grundlagen des Rock mit dem Resultat eines schwülstig-bombastischen Eklektizismus voller Mystizismus und sich verselbstständigender Artistik. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, und die fiel dann um so radikaler aus. Die Revolte des Punk Rock mit seinem Kult des Dilettantismus ist nicht zuletzt auch als Reaktion auf diese Entwicklung zu begreifen, die die Rockmusik mehr und mehr zur Angelegenheit von Hochleistungsartisten und ingenieurtechnischen Klangexperimenten machte, deren mystische Umkleidung mit der sozialen Wirklichkeit Jugendlicher kaum noch etwas zu tun hatte.Die ersten Gruppen, die für ihre Produktionen ein komplettes Sinfonieorchester bemühten, waren 1967 die englische Formation Moody Blues und zwei Jahre später Deep Purple. Auch wenn die Zusammenarbeit mit großen Orchestern schon aus rein praktischen Gründen Ausnahme blieb, der eklektische Klangbombast dieser Aufführungen fand reichlich Nachahmer. Genesis, King Crimson, Yes und Gentle Giant, später auch Marillion, in Großbritannien sowie Kansas in den USA begannen, mit musikgeschichtlichem Zitatbeiwerk durchsetzte Klangmassen in großformatigen Werkkonzeptionen aufeinanderzutürmen. (zitiert nach Wicke/Ziegenrücker "Handbuch der populären Musik") 
Atonalität ursprünglich polemischer, später wertneutraler Negationsbegriff zu Tonalität; Aufhebung der funktionalen Grundtonbezogenheit bei Akkordfortschreitungen, meist verbunden mit einer Preisgabe der terzgeschichteten Harmonik. Atonalität kann, nachdem sich kein polemischer Sinn mehr mit dem Wort verbindet, als der von A. Schönberg eingeleitete Abfall von der Tonalität aufgefasst werden. Die atonale Phase der Musik, mit den Hauptvertretern A. Schönberg, A. Webern und A. Berg, umfasst die Jahre von 1908 bis 1923. Viele unlösbare Antinomien der Atonlität, für die Schönberg in seiner historischen Doppelstellung wie kein anderer zeugt, wie auch die inneren Widersprüche der Zwölfton- und Reihentechnik scheinen in der Elektronischen Musik im doppelten Wortsinn aufgehoben. Überraschend ist die neue Definition, atonal sei auch "die Elektronische Musik, sofern der Begriff tonal im traditionellen Sinne als Finalis- oder Grundtonbezogenheit verstanden wird". Schönberg, Berg und Webern haben den Begriff ?atonal? entschieden abgelehnt; ihre Hoffnungen auf die "Tonalität einer Zwölftonreihe" haben sich allerdings nicht erfüllt. Vielmehr hat die Aufspaltung der Klangmaterie zu immer neuen Ausstufungsprozessen geführt, deren historisch letzter (um 1950) die Reduktion des Tons (Klangs) auf den reinen, obertonfreien Ton (Sinuston) gewesen ist.
Quelle: "Vom Innen und Außen der Klänge - die Hörgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts", swr2 1999-2002 
Attachment An eine eMail angehängte (binäre) Datei, die "als Anhang" mit versendet wird.
Quelle: Redaktion (Theo Enders) 
Aufbauorganisation Die Aufbauorganisation gliedert einen Betrieb in Teileinheiten und koordiniert die Teileinheiten zueinander. Sie ist auf Dauer angelegt und stellt die organisatorischen Strukturen bereit, die in einem Betrieb für die ständige Wahrnehmung von Aufgaben erforderlich sind. Grundlage der Aufbauorganisation ist die Definition von Arbeitsplätzen, die zu sinnvollen Einheiten (Sachgebiete, Abteilungen) zusammengefasst werden. Des weiteren sind die solchermaßen gebildeten betrieblichen Einheiten gegeneinander abzugrenzen (Kompetenzabgrenzung, Differenzierung) und wiederum durch Kommunikationsbeziehungen miteinander zu verknüpfen (Koordination). (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Auftragsproduktion  
Ausfallgarantie Die Gewährung einer Ausfallgarantie ist ein effizientes Instrument der öffentlichen (siehe auch:) "Kulturellen Förderung". Im Gegensatz zum Zuschuß, der in aller Regel eine vorab einkalkulierte (siehe auch:) "Fehlbedarfsfinanzierung" darstellt, wird eine Ausfallgarantie nur gewährt, wenn das zu fördernde Projekt in der vorab vorgelegten Kalkulation (siehe "Projektzuwendung") im Prinzip kostenneutral veranschlagt ist, d.h. die zu erwartenden Ausgaben durch die zu erwartenden Einnahmen gedeckt sind. Die Ausfallgarantie wird also nur dann wirksam, wenn unvorhersehbare bzw. unkalkulierbare Ereignisse (z.B. Gewitter bei Freilichtaufführung) die vorgesehene Durchführung des Projektes unmöglich machen. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Ausländersteuer Für ausländische Künstler und Ensembles, die in Deutschland auftreten, hat der Veranstalter Einkommens- und Umsatzsteuer (branchenüblich als "Ausländersteuer" bezeichnet) zu zahlen. Diese Regelung wurde getroffen, weil das Finanzamt den nicht im Inland wohnenden Ausländer zur Steuerpflicht heranziehen kann, andererseits aber eine steuerliche Bevorzugung solcher Personen ungerecht und wettbewerbsverzerrend wäre gegenüber deutschen Künstlern und Künstlergruppen. Die Höhe der zu zahlenden "Ausländersteuer" hängt von folgenden Faktoren ab: (1) Höhe des Honorars pro Auftritt und Künstler. Zur Berechnungsgrundlage sind zum eigentlichen Honorar an den Künstler auch Nebenkosten wie Unterbringung, Technikausleihe, Fahrtkosten etc. hinzu zu rechnen. Die Höhe der Steuer variiert gestaffelt von 0% bei einem Honorar von max. 250 EUR pro Künstler und Auftritt bis 20% bei einem Honorar von über 1.000 EUR pro Künstler und Auftritt (für 2002 gilt noch der Höchstsatz von 25%). (2) Höhe der Umsatzsteuerveranlagung des Künstlers.Ausnahmeregelungen:a) Doppelbesteuerungsabkommen (DBA): Mit zahlreichen Staaten hat die Bundesrepublik Deutschland ein DBA vereinbart, um zu vermeiden, dass für eine vom Ausländer erbrachte Leistung sowohl in Deutschland als auch im Heimatland zu zahlen sind. Hier empfiehlt es sich, sich vorher beim Bundesamt für Finanzen, Tel. 0228/406-0, zu erkundigen, welche Regelung mit dem Herkunftsland des ausländischen Künstlers getroffen ist. Mit zahlreichen Ländern ist in den DBA die Freistellung im Rahmen des Kulturaustauschs geregelt: Die Besteuerung verbleibt beim Wohnsitzland, wenn die Künstler im Rahmen des offiziellen Kulturaustauschs auftreten. Außerdem ist in zahlreichen DBA die Freistellung bei Subvention aus öffentlichen Mitteln geregelt: Wenn die Kosten des Gastspiels vom entsendenden Heimatland zu mehr als einem Drittel getragen werden und dafür eine entsprechende Bescheinigung von einer Behörde im Heimatland bzw. der diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Herkunftslandes vorgelegt wird, kann eine Freistellung erfolgen. b) Freistellung für Kulturorchester und KulturvereinigungenAusländische Kulturvereinigungen sind von der 'Ausländereinkommensteuer' freizustellen, wenn ihr Auftritt im Inland wesentlich (d.h. zu mindestens einem Drittel) aus inländischen oder ausländischen öffentlichen Mitteln gefördert werden. Als Kulturvereinigung ist ohne Rücksicht auf ihre Rechtsform jede Gruppierung zu verstehen, die eine künstlerische Gemeinschaftsleistung darbietet (z.B. Theater, Musik, Tanz), sofern es sich nicht um Solisten handelt. Solisten im Sinne dieser Regelung sind Künstler, die einzeln oder in solistisch besetzten Ensembles (z.B. Duo, Trio, Quartett) auftreten. 
Ausschuss für Kultur und Medien Im Zusammenhang mit der Berufung zunächst eines Beauftragten für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien, dann seit Februar 1999 des (siehe auch:) "Staatsminister für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien im Bundeskanzleramt" durch den Bundeskanzler, richtete der Deutsche Bundestag als legislatives Kontrollorgan in der 14. Wahlperiode einen Ausschuss für Kultur und Medien ein. (zitiert nach "Kulturmanagement von A-Z", Beck-Wirtschaftsberater im dtv) 
Avantgarde (von franz.: Vorkämpfer, Vorhut): Fortschrittliche Kunstbewegung, teils auch im Grenzbereich der Künste angesiedelt. Die Artefakte und Aktionen der A. beinhalten zumeist einen Protest gegen die bürgerliche Kunst ("Institution Kunst") und wollen die Trennung von Kunst und Leben auflösen. Historische Avantgardeformen sind Dadaismus, Futurismus, Surrealismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach dem zweiten Weltkrieg (ab 1950 vor allem) Richtung der Neuen Musik (teilw. wird A. auch zu dieser synonym verwendet), die die Tradition und Geschichtlichkeit negiert, in jedem Werk eine besondere ästhetische Erfahrung thematisiert, auf sie hinzielt.
Quelle: "Vom Innen und Außen der Klänge - die Hörgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts", swr2 1999-2002 
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